Als System mit offenem Regelkreis ist der Mitsubishi-Servomotor eng mit moderner digitaler Steuerungstechnik verbunden. In den aktuellen digitalen Steuerungssystemen in China finden Mitsubishi-Servomotoren breite Anwendung. Mit dem Aufkommen volldigitaler AC-Servosysteme gewinnen AC-Servomotoren zunehmend an Bedeutung in diesen Systemen. Wie wählt man den passenden Mitsubishi-Servomotor aus? Worauf ist bei der Auswahl von Mitsubishi-Servomotorkomponenten zu achten?

1. Unterschiedliche Regelgenauigkeit
Der Schrittwinkel von zweiphasigen Hybrid-Servomotoren beträgt üblicherweise 1,8° oder 0,9°, der von fünfphasigen Hybrid-Servomotoren hingegen 0,72° oder 0,36°. Es gibt auch Hochleistungs-Servomotoren mit kleineren Schrittwinkeln nach Unterteilung. Beispielsweise lässt sich der Schrittwinkel des von Sanyo Denki hergestellten zweiphasigen Mitsubishi-Hybrid-Servomotors über einen DIP-Schalter auf 1,8°, 0,9°, 0,72°, 0,36°, 0,18°, 0,09°, 0,072° oder 0,036° einstellen und ist somit mit dem Schrittwinkel von zwei- und fünfphasigen Hybrid-Servomotoren kompatibel.
2. Unterschiedliche Niederfrequenzeigenschaften
Mitsubishi-Servomotoren neigen bei niedrigen Drehzahlen zu niederfrequenten Schwingungen. Die durch Last und Antriebsleistung bedingte Schwingungsfrequenz beträgt üblicherweise die Hälfte der Leerlauf-Anlauffrequenz des Motors. Diese niederfrequenten Schwingungen, die durch das Funktionsprinzip von Mitsubishi-Servomotoren bedingt sind, beeinträchtigen den normalen Maschinenbetrieb erheblich. Um diese Schwingungen bei niedrigen Drehzahlen zu minimieren, ist der Einsatz von Dämpfungstechniken erforderlich, beispielsweise durch den Einbau eines Dämpfers am Motor oder durch die Verwendung einer Unterteilungstechnologie im Antrieb.
Die AC-Servomotoranlage läuft sehr ruhig und vibrationsfrei, selbst bei niedrigen Drehzahlen. Das AC-Servosystem verfügt über eine Resonanzdämpfungsfunktion, die die mangelnde Steifigkeit der Maschine ausgleicht. Die interne Frequenzanalysefunktion des Systems erkennt den Resonanzpunkt der Maschine und erleichtert so die Systemjustierung.
3. Unterschiedliche Momentfrequenzcharakteristika
Das Drehmoment des Mitsubishi-Servomotors nimmt mit steigender Drehzahl ab und fällt bei höheren Drehzahlen stark ab. Daher liegt seine maximale Betriebsdrehzahl üblicherweise zwischen 300 und 600 U/min. Der Wechselstrom-Servomotor liefert ein konstantes Drehmoment, d. h. er erzeugt innerhalb seiner Nenndrehzahl (üblicherweise 2000 oder 3000 U/min) ein Nenndrehmoment und oberhalb der Nenndrehzahl eine konstante Leistung.
4. Unterschiedliche Überlastkapazität
Mitsubishi-Servomotoren sind im Allgemeinen nicht überlastfest. Wechselstrom-Servomotoren hingegen verfügen über eine hohe Überlastfestigkeit. Beispielsweise ist das Sanyo-Wechselstrom-Servosystem sowohl drehzahl- als auch drehmomentüberlastfest. Sein maximales Drehmoment beträgt das Zwei- bis Dreifache des Nenndrehmoments und kann genutzt werden, um das Trägheitsmoment der Last beim Anlauf zu überwinden. Da Mitsubishi-Servomotoren diese Überlastfestigkeit nicht aufweisen, ist es bei der Modellauswahl oft notwendig, einen Motor mit höherem Drehmoment zu wählen, um dieses Trägheitsmoment zu kompensieren. Im Normalbetrieb benötigt die Maschine jedoch kein so hohes Drehmoment, wodurch Drehmomentverluste entstehen.
