Das CP1W-16ET ist eine E/A-Erweiterungseinheit, die über den nebeneinander angeordneten Erweiterungsbus der CP1W-Serie an die Grundplatine der SPS-Modelle CP1L, CP1E oder CP1H angeschlossen wird und die gesamte Ausgangskapazität der Steuerung erweitert, ohne dass ein vollständiges CPU-Upgrade erforderlich ist. Das Modul ist eine reine Ausgabeeinheit ohne Eingänge und verfügt über 16 isolierte NPN-Transistorausgänge, die Strom von der 24-VDC-Feldversorgung über die Last zur Masse schalten. Dieser Sink-Ausgangstyp ist kompatibel mit Sensoren, Relais, kleinen Schützen, Signalsäulen und Kontrollleuchten, wie sie üblicherweise in der Werkzeugmaschinensteuerung, in Verpackungslinien und in Materialtransportsystemen verwendet werden. Dank der kompakten Abmessungen von 90 × 86 × 50 mm und einem Gewicht von ca. 250 g lassen sich mehrere Einheiten der CP1W-Serie problemlos auf einer einzigen SPS-Basis stapeln.
Technisch gesehen ist jeder Ausgangskanal des CP1W-16ET für maximal 0,3 A bei 24 VDC ausgelegt, mit einer typischen Ein-/Ausschaltverzögerung von 0,1–1 ms, was ein schnelles und reaktionsschnelles Schalten für diskrete Steuerungsaufgaben gewährleistet. Das Modul wird über die CPU-Backplane-Stromversorgung und die an die E/A-Klemmen angeschlossene 24-VDC-Feldversorgung betrieben und ist für standardmäßige 24-VDC-Steuerkreise in Industriequalität ausgelegt, die den gängigen Verdrahtungspraktiken in SPS-Schränken entsprechen. Die CP1W-Serie verwendet Federklemmen- oder Schraubklemmenblöcke für die Feldverdrahtung, und jeder Ausgang verfügt über eine LED an der Frontplatte, die den Ein-/Aus-Zustand für die Inbetriebnahme und Diagnose anzeigt. Das Gerät unterstützt die vollständige Buskommunikation der CP1-Familie, sodass die SPS die Ausgangszustände direkt ohne externe Signalaufbereitung lesen und schreiben kann.
Mechanisch ist das CP1W-16ET in der klassischen kompakten SPS-Modulform von Omron ausgeführt, mit einem Kunststoffgehäuse und einer robusten Klemmenleiste, die für die Montage auf DIN-Schienen oder auf Chassis in Schaltschränken vorgesehen ist. Die IP-Schutzart entspricht der für offene SPS-Module (die in Gehäusen installiert werden) üblichen Klassifizierung, und das Gerät ist für industrielle Standard-Umgebungstemperaturen (0–55 °C) und nicht kondensierende Luftfeuchtigkeit ausgelegt. Da es sich um eine E/A-Erweiterung und nicht um eine CPU handelt, kann das CP1W-16ET in vielen Konfigurationen im laufenden Betrieb ausgetauscht werden (vorbehaltlich der E/A-Erweiterungsregeln der SPS), was den Austausch vor Ort und die Erweiterung der Systemkapazität erleichtert. Das Modul wird häufig zusammen mit CP1W-Eingangs- und Analogmodulen eingesetzt, um skalierbare Steuerungssysteme für Montagelinien, Verpackungsmaschinen und Kleinserien-Produktionszellen aufzubauen.